Der Container ist tot, es lebe der Container!

Foto Buss Capital 1Foto: Buss CapitalSeit über 50 Jahren transportieren die praktischen Stahlkisten nicht nur alle Arten vor Waren über die sieben Meere, sondern werden unsachgemäß verfremdet. Auch in der Live-Komunikation sind sie seit etwa 10 Jahren ein raumbildendes Element.

Der maritim-urbane Chick ist nicht zu leugnen. Ob als Ensemble oder als Solitär sind die standardisierten Überseekisten aus Stahl alles andere als Standard. Natürlich wurden sie bei Events, Messen oder Roadshows reichlich eingesetzt. Puma tat es, Birkenstock tut es und der Hamburger Hafen wird umgearbeitete Seecontainer zum 50jährigen Jubiläum auf die Straße bringen.

Da hatte der US-amerikanische Reeder Malcolm McLean in den 50ern eine geniale Idee, für die er zunächst belächelt wurde. Über 500 Millionen Container wurden seither hergestellt und knapp 30 Millionen sind gerade irgendwo unterwegs. Gebraucht gibt es die Stahlkisten schon für ein paar Tausend Euro. Einige Dienstleister haben sich darauf spezialisiert, sie umzuarbeiten.

PUMA CITY by LOT EK Foto LOT EK 1PUMA CITY - Foto: LOT-EKDie Agentur Knock kreierte wohl als eine der ersten eine Location aus Seecontainern für den Launchevent des Volvo C30. Das Case geisterte durch die Branche und fand Eingang in die einschlägigen Fachbücher. Gleich 24 davon ließ die Marke Puma für die Begleitung des Volvo Ocean Races in 2008 so umbauen, dass die Puma City daraus entstand und mit der Segelregatta über Jahre um die Welt tourte. Es war nicht nur einfach ein Shop, sondern eine ganze Markenerlebniswelt. Aber auch in klein sind die Kisten praktisch. So bieten sie sich als stylishes Versteck an, aus dem dann Autos gelauncht werden können.

Die Standardcontainer sind  2,59 Meter hoch und etwa 6 Meter (20‘) oder gut 12 Meter (40‘) lang. Das Leergewicht ist unter 2,3 bzw 4 Tonnen. Sechs Container dürfen übereinandergestapelt werden. Dem Innenausbau sind nur budgetäre Grenzen gesetzt. Und mit ihrer Lebensdauer von 12-20 Jahren im Dauereinsatz sind sie auch nachhaltig. Einige Anbieter gibt es für das Customizing. Dann kann man den Container zwar nicht einfach wieder auf die Reise schicken, dafür aber höchst individuell gestalten lassen.

Wolkenkratzer aus Containern Foto Ganti Asociates GA Design 1Wolkenkratzer aus Containern - Foto: Ganti AsociatesDoch das Potential ist längst nicht ausgeschöpft. Wenn man sich etwa auf Pinterest durch die Ideen der Architekten klickt, ob realisierte Projekte oder Ideen, so gibt es noch unzählige Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten. Was für uns vielleicht schon etwas ausgelatscht scheint wie eine alte Birkenstocksandale, gilt nicht für die Endkunden. Und das Schönste ist, im Modellbahnzubehör gibt es maßstabsgerechte Versionen, mit denen sich herrlich probieren lässt. Reality beats Virtuality.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

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